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Deutsche lehnen Werbeverbot für Süßigkeiten ab


Hamburg (ots) – 

Proximity Germany veröffentlicht Studie zur Werbebeschränkung von  Süßigkeiten/Erkenntnis:

Regulierungen werden vom Konsumenten weitestgehend abgelehnt/Unternehmen müssen neue     Kommunikationskanäle nutzen

Die EU will die Werbeverbote ausweiten. Nach Tabak und hochprozentigem Alkohol wurde nun mit Süßwaren die nächste Gruppe der Top-Werbespender ins Visier genommen. Die Europäische Kommission sieht in der Werbung für Süßigkeiten den größten Verursacher für die voranschreitende Fettleibigkeit – vor allem von Kindern. Aber wie sinnvoll sind die Einschränkungen der EU wirklich und werden sie vom Konsumenten überhaupt verlangt? Dieser Frage ist Proximity Germany nachgegangen und hat eine repräsentative Online-Studie durchgeführt, in der sie 1.000 Teilnehmer nach ihrer Meinung zu Werbeverboten befragt hat.

Das Ergebnis: 50% der Deutschen sind strikt gegen Werbeverbote. Ein spezielles Werbeverbot für Süßwaren lehnen 87% der Befragten ab. 61% halten Werbeverbote generell für zwecklos. Eine grundsätzliche Einschränkung für Werbung, die sich speziell an Kinder richtet, fordern jedoch 68%. Beinhaltet Werbung relevante Inhalte für die Zielgruppe, wird sie vom Konsumenten explizit gewünscht.

Die Ergebnisse im Detail

Die Konsumentenbefragung:

Die Debatte um Werbeverbote spaltet die Nation

Die Deutschen sind geteilter Meinung, ob Werbeverbote eingeführt werden sollten oder nicht. 50% sprechen sich allgemein für Beschränkungen aus, 50% sind generell dagegen. Erfahrungen aus den Werbeverboten für hochprozentigen Alkohol und Tabak zeigen allerdings, dass der Konsum dadurch kaum zurückgeht. Ähnlich sieht es die Mehrheit der Befragten: 61% halten Verbote generell für sinnlos.

Werbeverbote für Süßigkeiten werden abgelehnt

Werbeverbote für Tabak und hochprozentigen Alkohol, die schon länger in Kraft sind, werden in der Bevölkerung dennoch mittlerweile akzeptiert – 67% der Befragten halten sie sogar inzwischen für notwendig. Auf andere Produkte lässt sich diese Meinung dagegen nicht übertragen: Für ein Werbeverbot von Bier und Wein plädieren 25 %, für Fast Food 20% und für Süßigkeiten sogar nur 13%.

Wenn es um ihren Nachwuchs geht, sind die Deutschen allerdings überwiegend einer Meinung. 68% fordern eine grundsätzliche Einschränkung für Werbung, die sich speziell an Kinder richtet. Allerdings wird die Effektivität stark angezweifelt. 52% vertreten die Meinung, dass sich der Konsum von Süßigkeiten durch Werbebeschränkungen nicht vermindern lässt. Überraschenderweise stören sich Eltern weniger an Werbung für Kinderprodukte (67%) als Befragte ohne Kinder (72%). Dies unterstreicht die Bedeutung von relevanten Inhalten, da Eltern die Informationsfunktion über
Kinderprodukte eher zu schätzen wissen als kinderlose Familien.
Konsumenten fordern werbliche Information

Den Konsumenten von heute zeichnet ein paradoxes Verhalten aus. Einerseits möchte er angesichts der täglichen Werbeflut auf einen Großteil der Werbung am liebsten verzichten, andererseits fordert er explizit Werbung als Informationsträger. Besonders die „Best Ager“ stechen hier hervor: Im Vergleich zu den jüngeren Befragten halten
die über 40-Jährigen nichts von übermäßigen Regulierungen und sind stärker von der Wirkungslosigkeit von Werbeverboten überzeugt. Drei Viertel von ihnen schätzen die Werbung zur Kommunikation von Markeninhalten. Zielgruppengerechtes Marketing wird also in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen, da der Kunde nur noch die
Informationen wünscht, die für ihn relevant sind.

Männer zeigen sich werbefreundlicher

 Die Meinung zu Werbeverboten ist auch geschlechtsabhängig: Der Großteil der Frauen spricht sich für Werbeverbote aus (54%), die deutschen Männer hingegen zeigen sich weitaus werbefreundlicher: Nur 46% plädieren für ein Werbeverbot, 27% sind sogar strikt dagegen. Sie sind Regulierungen gegenüber eher kritisch eingestellt und sprechen sich für die Mündigkeit der Bürger aus.

Verbote fördern Kanäle wie Dialogmarketing und In-Game-Advertising

Ähnlich wie bei hochprozentigem Alkohol und Tabak sollen auch bei Süßigkeiten vor allem die klassischen Kanäle TV und Print beschnitten werden. Also müssen die Unternehmen umdenken und ihre Werbeausgaben in andere Medien umschichten. Hier bieten sich Kanäle wie Dialogmarketing oder In-Game-Advertising an, die Botschaften zielgruppengenau vermitteln können. In Computerspielen etwa lassen sich Botschaften bei jungen Konsumenten hervorragend platzieren. Eine hohe Akzeptanz in dieser Altersgruppe finden auch mobile Anwendungen auf dem Handy wie Spiele, Bilder oder Sounds. Weitere effiziente Werbemittel sind virale Internetfilme, die über Videoportale oder
E-Mail gestreut werden können.

Fazit:

   – 87% der Bevölkerung lehnen Werbeverbote für Süßigkeiten ab

   – Werbeverbote für Alkohol und Tabak sind bereits akzeptiert, Werbeverbote für Kinderprodukte speziell erwünscht

   – Werbung mit einer Relevanz für den Konsumenten wird explizit gefordert und nicht als störend empfunden, deshalb muss Kommunikation zielgruppengerechter werden

   – Werbeverbote können umgangen werden, indem alternative Werbeformen wie Dialogmarketing, In-Game-Advertising oder Events zum Einsatz kommen

Michael Schipper, Sprecher der Geschäftsführung von Proximity Germany: „Die Süßigkeitenbranche ist nur eine von vielen, die zukünftig von Werbeverboten betroffen sein wird. Deshalb ist es für Unternehmen entscheidend, ihre Kommunikation jetzt zu überdenken. Werbeformen wie Dialogmarketing, Events oder Branded Entertainment
sind ideale Möglichkeiten, den Konsumenten zielgruppengerecht zu erreichen und Werbeverbote zu umgehen.“

Studiensteckbrief

Die Umfrage der Konsumenten erfolgte mittels eines Online-Fragebogens, den rund 1.000 Teilnehmer (im Zeitraum vom 11. bis 17.04.2007) ausfüllten. Es wurden Personen aus einem internetrepräsentativen Panel ab 14 Jahren befragt. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten waren männlich und zwischen 14 und 39 Jahre alt. Fast 80% hatten Kinder unter 14 Jahren im Haushalt.

Proximity Germany

 Als eine der Top-3-Dialogmarketingagenturen Deutschlands entwickelt und realisiert Proximity Germany seit über 25 Jahren „Behaviour changing ideas“: innovative Dialogkommunikation, die Menschen begeistert und das Konsumentenverhalten verändert. Dabei bietet Proximity Multikanal-Lösungen in Disziplinen wie Directmarketing, Online-Kommunikation oder Mobile-Marketing. Geführt wird die zur BBDO-Gruppe gehörende Agentur von Michael Schipper (Sprecher der Geschäftsführung), Detlef Rump (Kreation) und Markus Keller (Technology und Finanzen). 300 Mitarbeiter an den Standorten Hamburg und Düsseldorf betreuen international renommierte Marken wie E.ON, GE, Intercontinental Hotels Group, Mercedes-Benz, Procter&Gamble, Shell, Panasonic und smart. Proximity Germany ist
Teil des weltweiten Netzwerkes Proximity Worldwide, das mit über 50 Büros in mehr als 40 Ländern präsent ist und zu den meistausgezeichneten Networks (Platz 1 im internationalen Gun-Report) gehört. Proximity Germany gewann dieses Jahr bereits mehrere Preise, u.a. Silber beim ADC, Gold beim New Media Award und mehrfach Gold bei den Mobius Awards in Los Angeles.

Quelle der Meldung u. Kontakt:

Proximity Germany GmbH
Michael Schipper
Zirkusweg 1
20359 Hamburg
Tel.: ++49 (0) 40/27852-4106
Fax: ++49 (0) 40/27852-4181
E-Mail: Michael.Schipper@proximity.de




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