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Ceylon-Zimt fürs Pflaumenmus


Zimt ist ein Weihnachtsgewürz, aber bei weitem nicht nur! „Cumarin in Zimt“ war Gegenstand eines Fachvortrags von Dr. Klaus Abraham, Charité, Berlin, sowie engagierter Diskussionen beim vierten Verbraucherschutzforum des Bundesinstituts für Riskobewertung (BfR) Anfang Juli in Berlin. Den Cumaringehalt von Zimt und zimthaltigen Lebensmitteln hatte das BfR Mitte letzten Jahres als problematisch erkannt.

In der eigenen Küche verwenden Verbraucher den Zimt – sei es gemahlen oder in Form von Zimtstangen – auch gerne zur Herstellung von Pflaumenmus und Konfitüren, zur Aromatisierung von Apfelkuchen und -gerichten oder für die hauseigene Zimt-Zucker-Mischung. Nicht nur Kinder lieben Milchreis mit Zucker und Zimt. Die Lebensmittelindustrie nimmt diesen Trend auf und produziert zunehmend Frühstücksflocken mit Zimt oder entsprechende Süßwaren wie Müsliriegel. Leider sind gerade Kinder besonders empfindlich für die möglicherweise schädlichen Nebenwirkungen.

Zimt enthält Cumarin, einen Aromastoff, der zum Beispiel auch in Waldmeister vorkommt und nach frischem Heu riecht. Cumarin kann bei empfindlichen Personen leberschädigend wirken. Weiterhin hat isoliertes Cumarin in Tierversuchen Krebs erzeugt. Lebensmittel, die Zimt als Aroma enthalten, dürfen deshalb höchstens zwei Milligramm Cumarin pro Kilogramm Lebensmittel enthalten. Für bestimmte Produkte wie Zimtsterne, die in der vergangenen Saison die Höchstmengen zum Teil überschritten, rät das BfR zu einem maßvollen Verzehr. Insgesamt sei jedoch die Gesamtaufnahme auch über andere Lebensmittel sowie über cumarinhaltige Kosmetika maßgeblich.

Der Verbraucher kann seine Cumarinaufnahme aber nicht nur durch die Einschränkung des Verzehrs zimthaltiger Produkte reduzieren. Er kann auch auf die Verwendung von Ceylon-Zimt achten. Im Gegensatz zu dem weit verbreiteten und preisgünstigen Cassia-Zimt enthält diese Sorte nur sehr geringe Cumarin-Mengen. Ceylon-Zimtstangen bestehen aus vielen feinen Rindenlagen und ähneln im Querschnitt einer Zigarre. Die beste Kennzeichnung der verschiedenen Zimtsorten wurde bisher im Reform- und Naturkosthandel gefunden. Wer in der Einmachzeit also ohnehin die Gewürzvorräte auffüllt, sollte beim Zimteinkauf den hochwertigeren Ceylonzimt mit dem feineren Aroma bevorzugen.

aid, Monika Heinis

Mit freundlicher Genehmigung. Quelle:
aid infodienst, aid-PresseInfo Nr. 29/07 vom 18.07.2007




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