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Süßwarenindustrie im Frühjahr 2010 weiterhin stabil –Druck durch Kennzeichnungsregeln und hohe Rohstoffpreise


Die deutsche Süßwarenindustrie steht auch in den ersten Monaten des Jahres 2010 in schwierigem wirtschaftlichem Umfeld weiterhin stabil da. Allerdings setzen immer neue und kostspielige Kennzeichnungsregeln sowie hohe Rohstoffpreise, besonders für Kakao und Milchprodukte, die Süßwarenhersteller unter Druck. Die Branche kämpft in Brüssel um eine sachgerechte Entscheidung über die neue europäische Lebensmittelinformations-Verordnung. Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) setzt sich dafür ein, dass die Kennzeichnung von Lebensmitteln verständlich ist und auf das Wesentliche beschränkt wird.

Schon über zwei Drittel der Süßwaren weisen laut einer aktuellen Marktforschungsstudie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) auf freiwilliger Basis eine Nährwertkennzeichnung auf.

„Schluss mit der wissenschaftlich nicht haltbaren Einteilung von Lebensmitteln in gut und schlecht mit Hilfe von sogenannten Nährwertprofilen“, fordert der BDSI-Vorsitzende Dr. Dietmar Kendziur anlässlich der Mitgliederhauptversammlung des Verbandes in Hamburg. „Nicht auf die Bewertung eines einzelnen Lebensmittels, sondern auf den gesamten Lebensstil kommt es an.“ Auch Kennzeichnungsmodellen wie dem Ampelsystem, das den Gehalt eines Lebensmittels an ausgewählten Nährstoffen mit roten, gelben und grünen Punkten bewertet, fehlt somit die wissenschaftliche Basis. Dies hat auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bestätigt.

Eine Blitzumfrage des BDSI bei seinen Mitgliedern hat ergeben, dass 64 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage im 1. Quartal 2010 im Vergleich zum 1. Quartal des Rezessionsjahres 2009 als konstant bewerten. Doch die Branche hat mit einem erheblichen Preisdruck auf der Absatzseite zu kämpfen. Dem stehen gestiegene Rohstoffkosten, vor allem bei Kakao, Milchprodukten oder auch Nüssen und Ölen sowie gestiegene Kosten für Energie und Verpackungsmaterial gegenüber. Dies führt zu einer Reduktion der Ertragslage.

Durch Spekulationen an den Warenterminbörsen ist der Kakaopreis auf ein 30-Jahres-Hoch von bis zu 2.700 Euro pro Tonne gestiegen. Institutionelle Anleger wie Hedge Fonds und Banken haben den Markt für Lebensmittelrohstoffe als lukratives Spielfeld für ihre Spekulationen entdeckt. Angebot und Nachfrage sind derzeit nahezu identisch wie vor zwei Jahren, der Kakaopreis ist dagegen fast doppelt so hoch.

Pressemeldung: BDSI




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